
Otto Schrittwieser 01.08.2026
Die Juli-PMIs machen Mut: Deutschlands und Österreichs Industrie gewinnen spürbar an Dynamik. Nach Monaten der Schwäche verdichten sich die Anzeichen für eine Stabilisierung –einer vorsichtigen Erholung.
🇩🇪 Deutschland: kräftiger Aufschwung
Der Composite PMI steigt von 49,5 auf 51,2 Punkte.
Besonders stark:
➡️ Industrie-PMI: 50,3 → 52,2
➡️ Dienstleistungen: 48,6 → 49,6
➡️ Produktion und Auftragseingänge ziehen kräftig an
➡️ Exportaufträge erholen sich
➡️ Kosten: Höhere Energiepreise und Unsicherheit belasteten weiterhin den Ausblick. Der Kosten- Ergebnisdruck nahm in Europa wieder zu.
Die deutsche Industrie erreicht damit den höchsten PMI-Stand seit über vier Jahren.
🇦🇹 Österreich: Erholung gewinnt an Breite
Der EMI steigt von 50,9 auf 51,5 Punkte – bereits den zweiten Monat über der Wachstumsschwelle.
Positive Signale:
➡️ Produktion auf dem höchsten Stand seit über vier Jahren
➡️ Einkaufsaktivität steigt den vierten Monat in Folge
➡️ Fertigwarenlager werden abgebaut
➡️ Geschäftserwartungen steigen auf 57,9 Punkte
💡 Was besonders interessant ist:
In beiden Ländern verbessert sich nicht nur die aktuelle Geschäftslage. Auch die Erwartungen und Auftragseingänge entwickeln sich positiv.
Natürlich bleiben Energiepreise, geopolitische Risiken, Kosten- und Ergebnisdruck sowie Beschäftigung die dominanten Herausforderungen.
Aber die Richtung stimmt. 📈
🇩🇪 Deutschland zeigt aktuell den stärkeren Schub.
🇦🇹 Österreich setzt seine vorsichtige Erholung fort.
Jetzt kommt es darauf an, ob aus den besseren PMI-Daten nachhaltiges Wachstum, steigende Investitionen und eine breitere Nachfrageerholung werden.
👉 Die Industrie sendet jedenfalls wieder ein Signal, das Mut macht.



