Einkaufsmanagerindex Juni 2026

Zahlen Juni 26:  Warum Deutschland weiter verliert und Österreich nur noch knapp wächst

Die aktuellen Einkaufsmanagerindizes zeigen auch im Juni ein herausforderndes Bild. Während Deutschland weiter an Dynamik verliert, hält sich die österreichische Industrie trotz zunehmender Unsicherheiten noch knapp im Wachstumsbereich.

🇩🇪 Deutschland – PMI (Juni 2026)

🔹 Dienstleistungen: 46,8 Punkte (Mai: 48,1)
➡️ Deutlich rückläufig
➡️ Schwächster Wert seit November 2022

🔹 Industrie: 50,0 Punkte (Mai: 50,1)
➡️ noch schwaches Wachstum
➡️ Produktion verliert deutlich an Dynamik
➡️Der Preisauftrieb bei Einkaufspreisen ließ weiter nach.
➡️Auch die Verkaufspreisinflation ging zurück.

Hauptursachen
📉 Schwächere Nachfrage
📉 Rückläufige Auftragseingänge
📉 Zurückhaltende Investitionen
📉 Anhaltende Schwäche im Dienstleistungssektor

Positives Signal
✅ Nachlassender Kosten- und Preisdruck auf der Inputseite könnte die Inflation in den kommenden Monaten weiter entspannen.


🇦🇹 Österreich – EinkaufsManagerIndex (Juni 2026)

🔹 EMI: 50,9 Punkte (Mai: 51,7)
➡️ Industrie bleibt über der Wachstumsschwelle
➡️ Dynamik nimmt jedoch spürbar ab
➡️Niedrigere Energiepreise sorgten für nachlassenden Druck auf Einkaufs- und Verkaufspreise 

🔹 Produktion wird leicht ausgeweitet – trotz rückläufigem Neugeschäft.
🔹 Die Geschäftserwartungen sinken auf den niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren.

🎯 Fazit

Deutschland befindet sich weiterhin im Schrumpfungsmodus. Vor allem der Dienstleistungssektor belastet die Gesamtwirtschaft, während die Industrie noch gering wächst.

Österreichs Industrie zeigt sich bislang robuster, verliert jedoch ebenfalls an Dynamik. Die Kombination aus rückläufigem Neugeschäft, schwächeren Erwartungen und geopolitischen Risiken dürfte die kommenden Monate herausfordernd gestalten.

Zu beachten ist, dass die Juni-Daten noch vor der jüngsten geopolitischen Entspannung im Nahen Osten (Iran) erhoben wurden. Mögliche positive Effekte auf Wirtschaft und Lieferketten sind daher in den aktuellen Zahlen noch nicht berücksichtigt.